Alljährlich haben wir auf unserem uralten Apfelbaum stets einige Äpfel als Winterfutter für die Amseln und Drosseln stehen gelassen. Da wir diesen im Vorjahr wegen seines morschen Zustandes entfernten, habe ich heuer einige (österreichische!) gewaschene Apfelhälften aus dem Supermarkt in den Garten unter die Sträucher geschmissen. Soweit so gut, ich sah auch eifrig Amseln daran herumpicken. Verblüfft stelle ich allerdings fest, dass diese die Schale mieden. Offensichtlich gekonnt haben sie wohl den Inhalt genossen, aber die Schalen verweigert. Das ist bei den naturbelassen Äpfeln des einstigen Baumes niemals vorgekommen!
Und das stimmt mich doch sehr nachdenklich! Habe nun einen Bio-Apfel für die Amseln hinterlegt und bin gespannt, ob die Schale desselben ebenfalls verweigert wird. Bericht darüber folgt zu gegebener Zeit ....
Was denkst DU - was denken SIE ?
Es würde mich interessieren - Rückmeldungen an: barbara@schoberberger.at
Samstag, 3. Februar 2018
Vorfrühling im Jänner
Warm war es, viel zu warm, für den Winter Ende Jänner.
Aber auch wohltuend war er mein Fußmarsch nach Scheibbs in der wärmenden Wintersonne.
Die Primel und Gänseblümchen standen ja bereits allerorts zu Winterbeginn in den Startlöchern um ja die Ersten zu sein. Doch nun blühen auch bereits die ersten Schneeglöckchen, Leberblümchen und Krokusse und leuchteten vorwitzig in den Gärten.
Bei einer Skulptur aus Dosen konnte ich mir ein Lächeln ob dieser Kreation nicht verkneifen.
Entlang der aufgestauten Erlauf zogen ruhig und elegant einige Schwäne ihre Runden.
Erste blaue Blüten des Ehrenpreis säumten bereits den Wegesrand und die Schneerosen zogen sich weit genug auf das steile Ufer der Erlauf zurück, um dem menschlichen Pflücken zu entgehen.
Aus den Sprüngen des hölzernen Geländers war ein Mini-Wald aus Moos dabei, neuen Lebensraum in der Natur zu erobern.
Die gelben "Würstel" der Haselnüsse lockten Bienen und ich genoss den warmen Tag, wenngleich mit ziemlicher Sicherheit der Winter nochmals in voller Härte zurückkehren wird.
Aber auch wohltuend war er mein Fußmarsch nach Scheibbs in der wärmenden Wintersonne.
Die Primel und Gänseblümchen standen ja bereits allerorts zu Winterbeginn in den Startlöchern um ja die Ersten zu sein. Doch nun blühen auch bereits die ersten Schneeglöckchen, Leberblümchen und Krokusse und leuchteten vorwitzig in den Gärten.
Bei einer Skulptur aus Dosen konnte ich mir ein Lächeln ob dieser Kreation nicht verkneifen.
Entlang der aufgestauten Erlauf zogen ruhig und elegant einige Schwäne ihre Runden.
Erste blaue Blüten des Ehrenpreis säumten bereits den Wegesrand und die Schneerosen zogen sich weit genug auf das steile Ufer der Erlauf zurück, um dem menschlichen Pflücken zu entgehen.
Aus den Sprüngen des hölzernen Geländers war ein Mini-Wald aus Moos dabei, neuen Lebensraum in der Natur zu erobern.
Die gelben "Würstel" der Haselnüsse lockten Bienen und ich genoss den warmen Tag, wenngleich mit ziemlicher Sicherheit der Winter nochmals in voller Härte zurückkehren wird.
Mittwoch, 20. Dezember 2017
Schöne Festtage
Gesegnete Weihnachten, Zeit für Besinnung und
alles erdenklich Gute für das neue Jahr allen
Lesern und Freunden der Botanischen Malerei herzlich
Barbara Schoberberger.
PS.: Hatte heuer einen ziemlich turbulenten, anstrengenden Herbst
und deshalb den Blog etwas vernachlässigt. Mein Neujahrsvorsatz
lautet dahingehend, dass ich mich diesbezüglich 2018 wieder
fleißiger einbringen werde.
Donnerstag, 16. November 2017
Ich habe mich angemeldet .....
.... zur internationalen Ausstellung
" Floras große Meister" .
Im Zuge des Schriftverkehrs habe ich heute nachstehendes E-Mail erhalten:
| E-Mail-Kopie -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
Es handelt sich dabei um eine jurierte, botanische Ausstellung an der sich 14 Länder an verschiedenen Standorten zeitgleich präsentieren. Anfangs habe ich lange gezögert ob ich mir den Aufwand antun solle aber dann wollte ich es doch irgendwie wissen! Ich habe nachstehende drei Bilder eingereicht:
Großer Fingerhut, Frauenschuh und Türkenbundlilie
Nun freue ich mich vorerst einmal riesig über die nette Rückmeldung seitens einer der in Deutschland verantwortlichen Organisatorin und hoffe auf gute Chancen. Aber selbst wenn es letztendlich doch nicht klappen sollte, haben mich diese Zeilen gestärkt um bei meiner Linie zu bleiben.
Bitte drückt mir die Daumen, dass es klappt und ich bei dieser hochkarätigen Ausstellung dabei sein werde!
Donnerstag, 21. September 2017
Skierniewice
Ausstellung Botanischer Kunst
Es war eine Einladung die ich anfangs ablehnte. Es war das Angebot im großen Ausstellungsraum anlässlich des "40. Blumen-, Obst- und Gemüsefestes" meine botanischen Aquarelle zu präsentieren.
Ich zögerte und stand demselben wegen des Transportes, der Entfernung von etwa 700 km und der fremden Sprache eher ablehnend gegenüber.
Erst als man mir die Übernahme des Transportes, die Versicherung der Bilder und eine Dolmetscherin für die gesamte Zeit der Ausstellung zusicherte, war ich dazu bereit.
Rückblickend kann ich sagen, es war eine gute Entscheidung. Die Bewerbung war perfekt und der Besuch der Ausstellung übertraf bei weitem meine Erwartungen. Der moderne VW-Bus stand pünktlich zum Beladen vor der Haustür. Nach der Abfahrt am Freitag, dem 8. September um 6:00 Uhr früh kamen wir um ca. 16:00 beim Kulturzentrum in Skierniewice an.
Das Team des Kulturzentrum erwartete uns bereits und das große Auspacken und Sortieren begann.
Zwischendurch wurde auf das leibliche Wohl geachtet und es herrschte außerordentlich gute und fröhliche Stimmung.
Die quirlige und überaus liebenswürdige Anja übernahm das Regiment. Geschmackvoll wurden die Bilder in Gruppen arrangiert und routiniert aufgehängt. Doch knapp 100 Bilder perfekt zu hängen dauert. Bereits Samstag abends sollte die Vernissage sein.
Um 22:00 Uhr wurde ich trotz anfänglichem Widerspruch ins Hotel gebracht, mit dem Versprechen das Team würde den Rest allein erledigen.
Und sie haben Wort gehalten. Bis 2:00 Uhr früh haben sie durchgearbeitet und am nächsten Vormittag war alles perfekt arrangiert und der Raum pipifein sauber gemacht.
Bei der Gestaltung des Büffets legten wiederum alle Hand an.
Die Vernissage konnte pünktlich beginnen und sowohl Anja als auch Renata, die Dolmetscherin und der Kultur-Verantwortliche seitens der Gemeinde Skierniewice standen mir professionell zur Seite.
Die Aquarelle fanden guten Anklang und manche der Besucher konnten kaum glauben, dass die Bilder tatsächlich gemalt sind.
Ich freute mich über den hübschen Blumenstrauß.
Renata, ihr Mann Josef, Anja und Hr. Sawitzki, standen mir hilfreich bei allen an mich herangetragenen Fragen zur Seite.
Am darauf folgenden Sonntag wurde ich zum Ausflug in eine Porzellanmanufaktur
mit hochwertigen und exquisiten Porzellan-Gegenständen eingeladen.
Das in der Nähe befindliche Schloss war ebenfalls sehr sehenswert.
Ebenso wie dieses, begeisterte mich der gepflegte, riesige Schloss-Park mit seinem uralten Baumbestand. Im Bild die Dolmetscherin Renata vor einer riesigen Platane.
Faszinierend der junge Ahorn-Baum, der sich in einer Astgabel der Platane angesiedelt hat.
Nur einige wenige von vielen Impressionen aus dem Schloss-Park.
Nach dem genussvollen Bummel im Schloss-Park ging es in ein weiteres Parkgelände.
Diese weitläufige, äußerst romantische Parklandschaft war der Lieblingsort einer Dame (deren Name mir bedauerlicherweise entfallen ist), in dem sie verschiedenste Ruinen erbauen ließ, um sich daran zu erfreuen. Ihr Wunsch, darin begraben zu werden, wurde leider nicht erfüllt. Es war eine Oase in der man so richtig Energie tanken konnte. Die darauffolgenden Tage waren ausgefüllt mit Einladungen und Besichtigungen, über die ich in einem weiteren Blog noch berichten werde. Die täglich geöffnete Ausstellung wurde währenddessen stets von kompetenten Leuten des Kulturzentrums betreut.
Renata und ihr Mann Josef begleiteten mich während des gesamten Aufenthaltes in Polen und gestalteten diesen für mich zu einem wunderbaren Erlebnis. Einem Erlebnis, das von den Gemeinden der Stadt Kierniewice und der Nachbargemeinde Makow finanziert wurde.
Samstag, 5. August 2017
Abschied
Amselkind wurde gestern in die Freiheit entlassen.
Es ist mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen, das Amselkind, welches letzteren Vermutungen zufolge keine Amsel, sondern eine Drossel ist. Im großen Garten einer lieben Bekannten hieß es gestern
LOSLASSEN.
Mit dem Aufstellen eines ihm vertrauten Korbes, einer großen, mit Steinen versehenen Schale Wasser und seinem Schüsserl mit Mehlwürmern drinnen, hat nun die Zeit seiner absoluten Freiheit begonnen. Es ist ein wahres Vogelparadies mit vielen Sträuchern, Bäumen, einem Obstgarten - und das alles weitgehend katzenfrei - in das er entlassen wurde.
Gestern Abend und heute Nachmittag hab ich Nachschau gehalten und er ist gekommen, der kleine Herzensbrecher. Die nette Gartenbesitzerin füttert ihn bis morgen noch ausreichend mit Mehlwürmern damit er sich in seiner neuen Umgebung wohlfühlen lernt und ab Montag werden die Rationen schrittweise täglich kleiner ausfallen.
Er scheint gut aufgehoben zu sein, der kleine Jungvogel. Ich werde ihn und sein seine fröhlichen Zwitscherlaute vermissen und ich wünsche ihm von ganzem Herzen ein frohes und langes Vogel-Leben in Freiheit!
Dienstag, 1. August 2017
Amselkind wird flügge ...
Zwei Wochen ist es her, dass unsere Familie Zuwachs bekommen hat. Es waren zwei intensive Wochen - aber auch sehr erfüllende.
Selbstständig fressen und trinken klappt inzwischen schon ganz gut. Auch einige Vogelbäder hat er schon genüsslich absolviert. Den ersten Versuch hat er im Trinknapf gemacht. Daraufhin hat er sogleich eine größere Schale bekommen! Die Würmer pickt er problemlos schon vom Boden auf - wenngleich es im Napf bequemer ist.
Bei den angebotenen Beeren ist es noch etwas tollpatschig. Das herunter Pflücken klappt noch nicht so richtig. Die am Boden servierte Brombeere war zwar etwas groß, aber es ist ihm gelungen sie in Raten zerpickt zu verspeisen. Würmer sind ihm aber offensichtlich lieber.
Das erste mal bei geöffneter Käfigtüre war der kleine Teenager noch etwas skeptisch und ist lieber in sicherer Käfig-Reichweite sitzen geblieben.
Derzeit steht fliegen lernen am Programm. Waren es gestern nur wenige Meter im Sinkflug die die kleine Amseldame schaffte, hat es heute schon einige mal recht gut geklappt. Die Fortschritte sind beachtlich! Amselchen hat zudem heute im Hochbeet eine kleine Voliere bekommen, damit es natürliche Bodenbeschaffenheit kennen lernt ohne dabei ausbüchsen zu können - oder von der Katze erwischt zu werden - wenn wir nicht draußen sind.
Bald wird es soweit sein, dass das Amseljunge in die Freiheit entlassen werden kann.
Ich sehe es mit einem lachenden und einem weinenden Auge und wünsche ihm viel Glück und ein erfülltes Amsel-Leben in der Freiheit.
Selbstständig fressen und trinken klappt inzwischen schon ganz gut. Auch einige Vogelbäder hat er schon genüsslich absolviert. Den ersten Versuch hat er im Trinknapf gemacht. Daraufhin hat er sogleich eine größere Schale bekommen! Die Würmer pickt er problemlos schon vom Boden auf - wenngleich es im Napf bequemer ist.
Bei den angebotenen Beeren ist es noch etwas tollpatschig. Das herunter Pflücken klappt noch nicht so richtig. Die am Boden servierte Brombeere war zwar etwas groß, aber es ist ihm gelungen sie in Raten zerpickt zu verspeisen. Würmer sind ihm aber offensichtlich lieber.
Das erste mal bei geöffneter Käfigtüre war der kleine Teenager noch etwas skeptisch und ist lieber in sicherer Käfig-Reichweite sitzen geblieben.
Derzeit steht fliegen lernen am Programm. Waren es gestern nur wenige Meter im Sinkflug die die kleine Amseldame schaffte, hat es heute schon einige mal recht gut geklappt. Die Fortschritte sind beachtlich! Amselchen hat zudem heute im Hochbeet eine kleine Voliere bekommen, damit es natürliche Bodenbeschaffenheit kennen lernt ohne dabei ausbüchsen zu können - oder von der Katze erwischt zu werden - wenn wir nicht draußen sind.
Bald wird es soweit sein, dass das Amseljunge in die Freiheit entlassen werden kann.
Ich sehe es mit einem lachenden und einem weinenden Auge und wünsche ihm viel Glück und ein erfülltes Amsel-Leben in der Freiheit.
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