Samstag, 9. August 2014

Sommerpause ....

.... nicht daheim und doch zu Hause:
 
Nach unserer Nordkap-Reise sind wir zwar wieder im Alltag angekommen, jedoch genießen wir nun die Schönheiten der ach so wunderbaren heimatlichen Region. Obwohl nach unserer Rückkehr Haus und Garten ihre Rechte einforderten, verabsäumte ich nicht, bei erster Gelegenheit die Praterrunde zu gehen.
 
Zyklamen lugen aus dem Efeu im Purgstaller "Prater"

 
Dort verspürte ich plötzlich einen ganz besonderen, unvergleichlich zarten, feinen und
doch zugleich auch erdigen Duft. Es war jener der Zyklamen - der mich berührte und wie alljährlich melancholisch stimmte - sind diese bezaubernden Blumen doch Zeichen,
dass der Sommer bald zur Neige geht.
 
Sonnentau
 
 Einer Führung durch das "Leckermoos", das Hochmoor auf Hochreith bei Göstling war derart beeindruckend, dass ich es nicht verabsäumen wollte, dieses Naturjuwel wenige Tage danach auch meinem Mann und unserem Enkel zu zeigen.
 
Max auf dem am Eingang zum Moor
befindlichen Holz-Schmetterling

 
Anfangs von dieser Idee gar nicht so angetan, erfasste ihn (den Enkel)
dann große Begeisterung.
 
Spass am
 
 
Gut gelaunt wanderten wir den Steg entlang zum Moorauge.
 
 
Moorauge

 
Fasziniert von dem dort gerade noch blühenden, Fleisch fressenden  Sonnentau
lernte er auch interessiert den Unterschied von Heidelbeere und Rauschbeere kennen.
 
uns unbekannte Pilze

 
Nur diese rotfarbenen Pilze konnten wir absolut nicht zuordnen. Nach langer Suche in diversen Pilzbüchern vermuten wir nun, dass es sich vielleicht Torfmoos-Milchling handeln könnte. Und eine Heuschrecke mit seitlich einem rosaroten Fleck war und blieb uns bis dato auch unbekannt.
 
überschwemmter Bootssteg

 
Die anschließend geplante Bootsfahrt auf dem Lunzer-See musste leider entfallen, weil der See wegen des Regens vom Vortag die Bootsstege überschwemmt hatte und daher kein Bootsbetrieb war. Die Enten haben es sichtlich genossen.
 
Vom Bummel in Grein und der heutigen Wanderung auf das Hochkar werde ich in den nächsten Tagen berichten.
 
Petzi genießt den Sommer

 
Doch weil heute der Tag der Katze ist, schnell noch - bevor dieser zu Ende ist - eine kleine Dokumentation wie unser "Petzi" den Sommer genießt.
Leider hab´ ich es doch nicht ganz geschafft, den Post noch vor Mitternacht abzusenden..
 
Kommentare unter Kontakt auf:  www.schoberberger.ccx.de

 
 
 
 
 
 
 

Sonntag, 20. Juli 2014

Er ist wieder da ...

... der Stechapfel!
Nach etwa drei oder vier Jahren Pause ist er zurückgekehrt, mein Stechapfel.
 
 
Für alle, die es nicht wissen: erstmals ist er etwa 1999 zu mir gekommen. Nachdem ich ihn für den Heilpflanzenkalender eines Kalendermachers malen wollte, aber noch nie in natura gesehen hatte. Plötzlich wuchs da in unserem Gemüsegarten ein Kraut, das ich nicht zuordnen konnte. Ich bat meinen Mann es beim Jäten stehen zu lassen - und, kaum zu glauben, es war ein Stechapfel. Im Jahr darauf waren seine Blüten im Kalender verewigt. Danach kam er jedes Jahr wieder. Irgendwo an den verschiedensten Plätzen - aber immer nur eine Pflanze. Im Gemüsebeet ebenso wie in einer Blumenrabatte, ja einmal sogar in einer Blumenschüssel. Immer wieder, etwa 10 Jahre lang, begleitete er uns durch den Sommer. Bis ich eines Tages im November auch seine stachelige, schon braune Fruchtkapsel mit den schwarzen Samenkörnern malte.
 
 
Im Jahr darauf war er weg. Es schien als ob er nur darauf gewartet hätte bis auch diese gemalt wurde. Ich vermisste ihn.
Er scheint es gespürt zu haben, denn jetzt ist er wieder da. 
Komisch, es ist mir schon öfters passiert, dass Pflanzen wenn sie gemalt waren, sich verabschiedet haben. Andre Heller hatte vielleicht recht, als er in einem Interview feststellte, dass Pflanzen sich die Besitzer (zumindest teilweise) selber suchen.   
 
 
Ach ja, und neben dem Stechapfel entdeckte ich auf einer Staude Dillkraut drei attraktive Raupen des Schwalbenschwanz-Schmetterlings. Es sei ihnen gegönnt - ich würde mich später über den Besuch der daraus entstandenen Schmetterlinge freuen.
 
Zurück von unserer Nordkap-Reise genieße ich nun die Freuden des Gartens. Heute habe ich allerdings den Schatten des Birnbaumes (Siehe Blog: "Requiem für einen Birnbaum") sehr vermisst.
Das kleine Ersatz-Apfelbäumchen scheint zwar vor Gesundheit zu strotzen, aber sein Schatten reicht halt bei weitem noch nicht für meine Hängematte. Die Hitze hat mich wieder hereingetrieben und so komme ich wenigstens dazu, meine Eindrücke im Blog festzuhalten.
 
 
Unserer Katze war es offensichtlich auch zu warm. Sie marschierte zur im Schatten des Trompetenstrauches stehenden Gartenbank um es sich auf dem Pflaster darunter bequem zu machen.
 
 
Jetzt ist er ja wieder glücklich, unser Petzi, weil wir wieder daheim sind.
Nun, da inzwischen die Schatten länger sind werde ich mich nochmals hinaus begeben.
 
 
In das mit Weinreben dicht überwucherte Freiluftzimmer oder vielleicht doch in die Hängematte?!
 
 
Die Trauben mögen sie ja, die Sonne und die Anzeichen für eine reiche Ernte scheinen heuer übrigens wieder gut zu stehen. Ich freue mich schon darauf!
 
 

Dienstag, 15. Juli 2014

Wieder daheim!

Zurück von einer wunderbaren Lofoten- und Nordkap-Reise

 
... mit herrlichstem Wetter (Temperaturen bis zu 28° Grad) in einer 
kleinen, aber außergewöhnlich fröhlichen Gruppe.
.
Dennoch - es ist schön, wieder daheim zu sein. Heim kommen - es ist schon was Bedeutsames. Ich möchte es sogar als Glück bezeichnen, heim kommen zu können, zu dürfen.

 
Der Garten ist inzwischen zwar etwas mehr verwildert als sonst, doch der Kater war glücklich über unsere Heimkehr und er wieder nach draußen kann.
 
Die in den 2 Wochen Abwesenheit überreif gewordenen Marillen (eh nur ein par auf dem noch kindlich jungen Bäumchen) lockten mich, einen Kuchen zu backen. Es gingen sich danach sogar noch 12 Stück Marillenknödel aus.
 
 
Die überreich tragenden Ribisel wollen ebenfalls gepflückt und verarbeitet werden. Gut, dass mein Mann sich bereit erklärte sie (bereits abgerebelt!) in Portionsbechern sortiert zu ernten. Auch eine unserer netten Nachbarinnen war erfreut, mit-ernten zu dürfen. Eingefroren sind sie dann eh ganz schnell. An den Himbeeren scheinen sich dagegen die Vögel gelabt zu haben. Jedenfalls sind sie weg.
 
Den Heidelbeeren hat sich während unserer Abwesenheit mein Enkelsohn erbarmt.
Danke Max!
 
 
Heidelbeeren. In Norwegen blühen sie jetzt gerade erst.
Müssen noch ein Weilchen warten, die Norweger, bis ihre heimischen Früchte reif sind.
 
 
Je weiter nach Norden, um so karger wurde die Vegetation. Dennoch waren wir fasziniert von der einzigartigen Pracht. Die Vielfalt der Flora ist nicht so groß wie hierzulande. Doch Lupinen und das schmalblättrige Springkraut säumten oft mehr als üppig die Straßenränder. Das gewöhnliche Knabenkraut wuchs ebenfalls in Hülle und Fülle. Rotklee und Hahnenfuß brachten weitere Abwechslung in die bunte Farbenpracht.
 
 
In den Wäldern beherrschten Kleinsträucher den Boden.
Diese weißblütige Pflanze konnte ich bis dato noch nicht zuordnen.
Wer weiß ihren Namen? Wer kennt sie?
 
Wasser Brücken, Fährüberfahrten und Berge - teilweise mit Schneezungen die fast bis zum Meer herunter reichten und nach jeder Kurve ein neues Bild boten - weckten unsere Begeisterung.
 
 
Die freundliche Betreuung des Chauffeurs und seiner Gattin sorgten für gute Laune. Bei Zwischenstopps kümmerten sie sich allezeit gut gelaunt um unser leibliches Wohl.
 
 
Die Tage waren lang.
Sie überdauerten die Nacht - denn es wollte einfach nicht finster werden!
Pfahlbauten und romantisch verstreute Holzhäuser sowie schmucke Orte
in den Buchten luden bis spät nachts zum Verweilen und Bummeln ein.
 
 
Da war dann schon zwischendurch während der Fährüberfahrten
ein Nickerchen in der Sonne gerechtfertigt.
 
 
Die Hotels waren gut und das Essen vorzüglich. Natürlich viel Fisch - aber dieser immer köstlich zubereitet.
 
 
Nicht zu vergessen die Trolle! Die Norweger - und nicht nur die - glauben daran, dass diese versteinerten Figuren des nachts zum Leben erwachen und so manchen Unfug treiben. Es gibt sie in allen Größen, freundlich oder böse, immer aber hässlich. So hässlich, dass sie schon fast wieder lieb wirken. Meist haben sie nur vier Zehen und Finger anstatt fünf. Immer aber eine lange Nase, ein Schwänzchen und einen Kugelbauch. 
 
 
 Je weiter dem Nordkap zu, umso öfter kreuzten Rentiere unsere Wege.
Manchmal in ganzen Rudeln.
 

Höhepunkt war zweifellos dann die Fahrt aufs Nordkap.
 
 
Stimmungsvolle Nebelschwaden ließen uns bangen - sehen wir was?
Oder werden wir im Nebel stehen?
 
 
Bald darauf hatten wir Gewissheit. Wir standen nicht im Nebel. Wir standen in der Sonne und warfen lange Schatten. Die Luft war kalt geworden, rau, nicht mehr so lau und warm wie noch wenige Stunden zuvor.
 
 
Zwischen den Nebelschwaden erhaschten wir so manchen Blick aufs Meer.
Es schien wirklich das Ende der Welt zu sein.
 
 
 Und wir beobachteten die Sonne, die es hier oben vorzog, nicht unterzugehen.
Über Meer und Nebelschwaden stand sie an ihrem tiefsten Punkt - um den Tag von neuem mit ihrem Anstieg zu beginnen.
 
Es war beeindruckend!
 
 

 



 

Dienstag, 24. Juni 2014

Saisonabschluss....

.... mit einer Studienreise auf die Tauplitzalm.
 
Fünf Tage Pflanzen, Berge, Natur pur, wandern, Pflanzen bestimmen
 und natürlich MALEN, MALEN, MALEN....
Märchenhafte Landschaft rund um den Märchensee
und das in der traumhaften, an Blumen reichen und Motiven unerschöpflichen
Landschaft auf der Tauplitzalm bei herrlichem Wetter in 1650 m Seehöhe.
 

Großer Malraum im Appartementhaus Traweng des Hotels Alpenrose
Im Hotel Alpenrose bot die Familie Egger den 15 Teilnehmer/innen der von
mir initiierten Studienreise Quartier, hervorragende Verpflegung
und stellte einen geeigneten Raum zum Malen zur Verfügung.
 
 
Immer wieder Wanderungen mit Pflanzenbestimmungen zwischen den Malstunden.

Zwischenrast bevor wir wieder an die Arbeit (sprich Pflanzen porträtieren) gingen.
 
 
 
Konzentriertes Malen war Gebot der Stunde!
 
 
Die Vielfalt der Vegetation begeisterte immer wieder.

 
Natürlich durfte bei diesen botanischen Wanderungen eine Hütten-Einkehr nicht fehlen.

Maauerpfeffer


großer Enzian


Narzissen

Nelken und viele, viele andere .....
 
Wunderbare Blumenwelt
 
Genauigkeit im Detail
 
Naturstudien vom Feinsten
 
und einige ihrer Ergebnisse am Papier.
 
Es war einige wunderbare Tage die uns auf den Sommer einstimmten und
die wir ganz sicher spätestens 2015 wiederholen wollen.
 
Sämtliche bereits geplante Veranstaltungen sind auf der Homepage veröffentlicht.
 
 
 
 

Mittwoch, 18. Juni 2014

Frühlings-Saison 2014 ist gewesen.

Mit dem Malseminar am vergangenen Wochenende 
nähert sich eine kursfreie Sommerpause.
 
 
Wenngleich die Teilnehmerzahl dieses mal etwas kleiner als üblich war,
herrschte dennoch eine fröhliche Stimmung.
 
 
Wir hatten dieses mal ein Geburtstagskind in unserer Mitte. 
Es war daher nahe liegend, eine "Botanische Begegnung" zu organisieren! 
Herzliche Gratulation auch nachträglich hier nochmals, Dir liebe Leopoldine.
 
 
Wie meistens entstanden auch bei diesem Seminar wieder viele
gelungene Werke.Die Pfingstrose war sicherlich eines der Highlights.
 
 
Und staunt nur, liebe Blog-Besucher.
Die gemalte Kornblume (dahinter liegend das Original) ist
das überaus gelungene Werk eines Anfängers ohne
malerische Vorkenntnisse. Ja, wirklich!
 
Sie sind schon toll, die "Botanischen Malerinnen und Maler!"
des Vereines "Botanische Begegnungen".
Und aktiv sind sie - sogar sehr aktiv!
Übermorgen, am Fronleichnamstag fährt eine Gruppe des Vereines
für fünf Tage auf die Tauplitz-Alm, um die dortige Pflanzenwelt
zu erkunden, sie zu studieren und im Bild fest zu halten.
 
Danach ist bis September Sommerpause.
Ich bin aber sicher, dass auch in dieser seminarfreien Zeit
einige sehr geglückte Botanische Bilder entstehen werden. 
Bei den Seminarteilnehmer/innen ebenso wie auch bei mir.
 
 
 

Mittwoch, 4. Juni 2014

Rosen für meine Mutter ....

.... die heute 100 Jahre alt gewesen wäre.
 
Sie hat mich geprägt und sie hat Blumen über alles geliebt.
In ihrem Garten hat es immer üppig geblüht.
Sie hatte wenig Geld, aber sie hat Pflanzen getauscht und viele selber aus den
Samen gezogen. Sie hatte den sogenannten "grünen Daumen".
Sie hat wohl damit auch den Grundstein für meine Pflanzenaffinität gelegt.

Rosen für Mutter

Während meine Tochter die Kindheitserinnerung an sie mit ihrem unvergleichlich
köstlichen Apfelstrudel verbindet, hat sich mir besonders der stets blühende Garten in meiner Erinnerung eingebrannt. Niemals wieder habe ich später so üppig blühende Reihen von Portulakröschen gesehen. Stiefmütterchen und Vergißmeinnicht blühten in rauen Mengen und waren Standard. Riesig auch der Herzerl-Stock oder die Kapuzinerkressen. Im Herbst wiederum blühten die Astern und Bartnelken zuhauf.
 
Später dann, als ich selber einen Garten hatte, war sie begeistert von meiner  Rosenhecke. Sie war stolz darauf als ob es ihre eigenen gewesen wären und besuchte uns mit Bekannten oder Verwandten besonders gerne zur Hauptblüte derselben. Es waren ihre Lieblingsrosen und alljährlich erblühten sie knapp vor ihrem Geburtstag.
Und alljährlich erhielt sie einen Geburtstagsstrauß dieser ihrer Lieblingsrosen.
 
Auch heute, zum Hunderter! 
Ich konnte ihn ihr nicht mehr persönlich überreichen, aber ich hab ihn ihr aufs Grab gestellt.
 
 

Dienstag, 3. Juni 2014

Ein ganz normaler Sonntag ....

.... mit abwechselnd Wolken und Sonnenschein. 
 
Na ja, die Temperatur war nach den letzten Regentagen noch etwas unterkühlt.
Dennoch, es war schön wieder trockenen Fußes unter dem hervorblinzeln der Sonne zwischen den Wolken in den Prater spazieren zu gehen.
Es als Wandern oder gar Walken zu bezeichnen wäre etwas übertrieben.
Eher könnte man sagen es war ein Genuss-gehen!
 
Wohin? Natürlich in den Prater. Nicht in den Wiener Wurstelprater,
nein in den entlang der Erlaufschlucht bei Purgstall.
 
Feldweg entlang des rechten Erlauf-Ufers nahe Purgstall
Dort gibt es sogar noch einen der schon ein wenig selten gewordenen Feldwege.
Ohne Beton, so richtig mit einem Wiesenstreifen in der Mitte. 
Ja und zu einem Sonntag gehört auch die Sonntagsruhe.
Das wissen sogar die Hühner und genießen ihr glückliches Leben.
Hühner, sie verstehen es, unbekümmert das Leben genießen - wenn man sie lässt. 
 
Sonntagsfriede
Lange bin ich gestanden und habe ihnen zugeschaut. Beim Genießen. Ich habe es auch genossen, diese glücklichen Hühner zu beobachten. Beim Scharren, beim Gackern, beim picken, beim sich im Sand suhlen und wie sie die Welt von oben betrachten.
 
So ein Ast kann schon was feines sein - auch für Hühner!
Später dann, wieder zu Hause, haben sich mit mir auch die Rosen am Sonnenschein erfreut. Die Regentage davor waren ja nicht unbedingt nach deren Geschmack.
 
Kletterrose an Hausmauer

Schwer sind sie, die Blütenköpfe. Hängen noch ein wenig nach unten. So als ob sie dem Schönwetter noch nicht ganz trauen würden und bereit, neuerlichen Regen abzuwehren.
 
Sonnwendhansl (Wald-Geißbart)
 
Da ist die kleinblütige Strauchrose schon mutiger. Ich finde sie harmoniert
so gut mit den zarten Rispen des Sonnwendhansl.
 
Gelber Enzian (Gentiana lutea)

Als kleines Pflänzchen vor mehreren Jahren bei den Gartentagen in Seitenstetten gekauft, habe ich
ihn gehegt und gepflegt, ihm einen großen Stein zur Seite gestellt, damit er sich ein wenig heimisch fühlen kann, und er scheint es gespürt zu haben. Heuer blüht er zum ersten mal! Groß und kräftig, fast einen Meter hoch zeigt er seine ganze Pracht. Ich habe ihn in freier Natur nur einmal auf der Mussen im Lesachtal gesehen.
Ich habe ihn dort sogar begonnen zu zeichnen, ehrfürchtig vor ihm auf den Knien hockend.
Sein Porträt wurde allerdings nie Realität, blieb nur eine Skizze. Die Zeit vor Ort war einfach zu knapp.
Jetzt ist sie wieder knapp, die Zeit. Wir haben eine Baustelle im Haus. Aber dass er blüht ist schön.
 
Tulpenbaum-Blüte
Ach ja, und auch der Tulpenbaum blüht! Zwölf Jahre hat es gedauert. Er ist nur gewachsen und groß geworden. Fast zu groß! Aber seit drei Jahren blüht er. Jedes Jahr üppiger.
Das Leben ist schön - trotz Baustelle im Haus! Ja, wir haben eine Baustelle im Haus.
Aber heute ruht sie!