Sonntag, 5. März 2017

PROBLEMATISCH

Dafür oder dagegen - ich weiß es nicht!
 
Gestern zog es mich nach längerer Zeit wieder einmal zurück an die Plätze meiner Kindheit. Besonders im Frühling ist es mir immer wieder ein Bedürfnis mich zu vergewissern ob noch alles beim Alten ist. Dort, wo die Erinnerung an viele Abenteuer lebendig ist.
 
Vorbei an den Fischteichen ...
 
 
 ... ging der Weg über viele Pfade und Stege entlang des Mühlbaches.
 
 
Wofür sie einst gut gewesen sein mögen, die vielen Einkerbungen im Sandstein an der gegenüberliegenden Uferseite? Seit über sechzig Jahren suche ich nach einer Antwort, aber bis dato habe ich keine erhalten.
 
 
Die Schneeglöckchen waren da - wie immer im Frühling! Wunderschön! Derzeit sind sie noch in voller Blüte,  bald aber werden sie von den dort später üppige Teppiche bildenden Buschwindröschen abgelöst werden.
 
 
Doch plötzlich kam meine heile Welt ins Wanken.
Da müssen wohl Biber am Werk gewesen sein. Biber, für deren Schutz ich immer eingetreten bin!
 
 
am Rückweg entlang der Erlauf das gleiche Bild. Der Baum des linken Bildes mag zwar zu dick für die Nager gewesen sein, doch seinen Tod bedeutet ihre Aktion trotzdem.  War ich bis jetzt eher dafür, dass Biber geschützt werden sollten, bin ich nun, nachdem ich die gefällten Bäume gesehen habe nicht mehr so sicher. Es fehlt mir das Wissen welchen Schaden diese Tiere in den Gewässern und deren Umgebung wirklich anrichten. Die gefällten Bäume haben mich emotional ziemlich berührt. Schutz ja, Schutz nein? Wieviel Schutz? Kulturlandschaft ist nicht gleichbedeutend mit Urlandschaft und wenn das ökologische Gleichgewicht fehlt, kann allzu schnell Positives sich negativ auswirken und umgekehrt.
 
 
Viele abgestorbene oder sichtlich morsche Bäume ließen mich erstmals die morbide Endlichkeit meines einstigen Paradieses bewusst werden.
Nichts bleibt, alles  im Leben fließt - wie das Wasser des Flusses. Unaufhaltsam! Alles ändert sich - Altes stirbt und Neues beginnt.
    
Immer aber werden  in der Natur irgendwo die wolkigen Samenstände der Waldreben zu finden sein.  Irgendwie tröstlich.  So, jetzt bin ich direkt melancholisch geworden. 
Liebe Grüße bis zum Nächsten mal! 
 
 







Buschwindröschen abgelöst werden.

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